Dass gerade in der Vorweihnachtszeit viele Menschen gerne gewillt sind, für Bedürftige zu spenden, ist zum Glück nichts Außergewöhnliches. Und dennoch sind wir überwältigt von der großen Spendenbereitschaft, die Schüler, Eltern und Kollegien der Schlotheimer Schulen für die Rumänienhilfe im November zeigten.

Doch wie kam es dazu? In der Projektwoche stöberten Schüler in der 33-jährigen des Seiler-Gymnasiums und stießen dabei auf die Anfang der 1990er von Familie Gräfendorf initiierten Hilfsaktionen für bedürftige Kinder in Rumänien. Einer Einladung ins Gymnasium ist das Ehepaar spontan nachgekommen, um bewegende Geschichten aus den Anfangsjahren zu erzählen aber auch von weiterhin bestehenden Kontakten und Hilfstransporten zu berichten. Grund genug, diese Aktion neu zu beleben, denn die Probleme im Armenviertel der Region Lugoj gibt es nach wie vor, wenn auch Regina und Paulo Gräfendorf in all den Jahren nie mit den jährlichen Spendensammlungen aufgehört haben. So entschieden wir uns in diesem Jahr wieder aktiv an diesem Vorhaben zu beteiligen.

Nach einem Spendenaufruf und Gesprächen in den Klassen, konnten innerhalb des Gymnasiums über 80 Hilfspakete finanziert werden. Diese waren ausgestattet mit Grundnahrungsmitteln wie Zucker, Mehl, Öl, Kaffee, Nudeln, Schokolade und allerlei Notwendigem in einem Gesamtwert von 21 Euro. Die Grund- und Regelschule Schlotheim beteiligten sich auf Anfrage ohne zu zögern auch an der Aktion und stockte auf 100 Pakete auf.
Nachdem von einigen Kolleginnen und Kollegen mühsam alle Lebensmittel 100-fach eingekauft wurden, mussten diese nun in arbeitsteiliger Weise von freiwilligen Jugendlichen und Lehrern verpackt werden. Es erinnerte ein wenig an eine Weihnachtsmann-Werkstatt, wurden die Karton doch mit persönlichen Weihnachtskarten und festlichem Papier bestückt. Schon zwei Tage später wurden die Pakete in einen LKW verladen und machten sich am 22.11.24 auf den Weg Richtung Lugoj.

Allen großzügigen Spendern, Helfern und Unterstützern unserer gemeinsamen Weihnachtsaktion möchten wir ein herzliches Dankeschön aussprechen. So wurde uns allen einmal wieder vor Augen geführt, wie sehr man doch das eigene Wohl wertschätzen kann und wie leicht es ist, anderen Menschen eine kleine Freude zu bereiten. Wir hoffen, diese Tradition auch in den nächsten Jahren wieder mit Ihrer Hilfe durchführen zu können.