Die Wand mach neu neuneuneu neu – statt Höhlenmalereien nun … (?)
So lautete der Aufruf, um Ideen zur Gestaltung der Wand hinunter zum Kunstraum zu entwickeln oder vielmehr spontan rauszuhauen. Und nun ist sie neu, die Wand. Vielleicht finden einige die Umsetzung ihrer Einfälle auf der Wand wieder. Oder aber auch nicht, wurden die ausgewählten Ideen doch stark bearbeitet oder hinsichtlich ihres konzeptionellen Kerns befragt, um dann in formal abstrahierter Art und Weise auf die Wand gebracht zu werden.
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In der vorletzten Schulwoche vor den Sommerferien sollte es sein. Schon zum dritten Mal (nach der Gestaltung des Knotenpunkt Gebäudes in Schlotheim und einer Mauer an der Biogasanlage in Grabe) kam es zu einer Zusammenarbeit mit Kai Siegel, Graffiti Künstler und Fassadenmaler aus Erfurt.
Und wieder hat er es geschafft, eine Schülergruppe herauszufordern und zu inspirieren. Aus der Flut der von der Schülerschaft des Gymnasiums gezeichneten oder nur gekritzelten oder auch verbal geäußerten Gedanken wurden jene herausgefiltert, die sich hinsichtlich ihres konzeptionellen Kerns wiederholten bzw. thematisch überschnitten oder aber aufgrund ihrer Anknüpfungsfähigkeit bezüglich eigener Assoziationen interessant erschienen. Zunächst existierten keinerlei Vorstellungen, wie diese Vorgaben bzw. Vorlagen als Bild auf die Wand zu übertragen seien, weder formal noch technisch.
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Doch das erwies sich als das geringste Problem, denn wir hatten einen Kai. Wie kann eine Fläche gestalterisch gefüllt werden, wenn keinerlei professionelle Expertise vorhanden ist? Denn alle (außer einer Person) standen zum ersten Mal vor so einer Aufgabe. Die Devise lautete: make it easy, make it simple. Reduziere den Bildgegenstand auf eine grundlegende Form, die sich hinsichtlich ihrer Gestalt nicht von jenen Formen unterscheidet, mittels derer Zwischenräume gefüllt werden, das kann jeder. Auf diese Art lässt sich eine Fläche immer weiter verdichten und fortsetzen. Was von Beginn an geplant war, während der Arbeit improvisiert wurde, am Ende fehlt oder spontan eingefügt wurde, ist hinsichtlich der Erscheinung des Ganzen nicht zu erkennen und nachvollziehen. Die Wand ist, wie sie ist, (fast) quadratisch praktisch gut. Ein bisschen Höhlenmalerei musste noch dazu, als Reminiszenz der vorherigen Gestaltung, stilistisch ein Bruch, denn nicht als Pixel. Dennoch …
… ein Viereck = ein Pixel = 1px ⇒ 1px x X = Bild
– Es lebe die Kunst! –

